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Der Grundstein ist gelegt!
ESG investiert mit der Modernisierung des Kompostwerkes Anröchte in die Zukunft der Abfallwirtschaft

Grundsteinlegung am Kompostwerk Anröchte;       Bild: Thomas Weinstock/Kreis Soest

von links nach rechts:

Anke Schleyer (AR ESG), Ulrich Vennemann (AR ESG), Prof. Dr. Klaus Wollhöver (AR ESG), Olaf Reen (AR ESG), Karlgünter Eggersmann (Fa. Eggersmann), Jürgen Schrewe (Geschäftsführer der ESG), Ulrich Häken (AR ESG), Eva Irrgang (Landrätin Kreis Soest), Alfred Schmidt (Bürgermeister von Anröchte), Peter Chromec (Fa. Hitachi Zosen INOVA) und Wolfgang Püschel (Fa. Heckmann Bau)

 


 

Kreis Soest / Anröchte
Wo einst tonnenschwerer Anröchter Grünsandstein abgebaut wurde, entsteht jetzt ein hochmodernes Kompostwerk, das in der Abfallwirtschaft im Kreis Soest neue Maßstäbe setzen wird. Zur Grundsteinlegung am 24. Mai 2019 begrüßte Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest, zahlreiche Gäste; darunter auch den Anröchter Bürgermeister Alfred Schmidt.

 

„Das Wichtigste vorab: Wir liegen beim Bau des neuen Kompostwerkes voll im Zeit- und im Kostenplan,“ berichtete Jürgen Schrewe nicht ohne Stolz. Kein Wunder, schließlich verantwortet der Geschäftsführer der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH nicht jeden Tag ein Projekt in dieser Größenordnung. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen für das neue Werk rund 20 Millionen Euro „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden“, führte Schrewe weiter aus. Sein Dank ging an alle Projektbeteiligten: „Ich möchte mich insbesondere auch bei meinen Kollegen Martin Althoetmar und Frederik Kasperski bedanken, die wie ich sehr viel Herzblut in das Projekt stecken. Hier ziehen seit Monaten alle an einem Strang. Nur so können wir unsere ehrgeizigen Ziele erreichen!“

 

Zeitgleich zur Grundsteinlegung am neuen Kompostwerk wurde nur einen Steinwurf entfernt die neue Bodendeponie eröffnet. Dafür wurde der Angstfeldweg um ein paar hundert Meter verlängert. Die bisherige Bodendeponie, auf der auch das neue Kompostwerk steht, war 1997 in Betrieb genommen worden und hatte ein Gesamtvolumen von 1,9 Millionen Kubikmetern. Die neue Deponie hat nun eine Kapazität von 2,3 Millionen Kubikmetern. „Damit ist die Entsorgungssicherheit für die kommenden Jahre gewährleistet“, verkündete Jürgen Schrewe anlässlich der Eröffnung der neuen Bodendeponie.

 

Aber zurück zum neuen Kompostwerk. Nachdem durch die Firma Heckmann Bau aus Brilon vorab die Infrastruktur fertiggestellt wurde und die Grundsteinlegung erfolgt ist geht es jetzt zusammen mit der Firma Eggersmann aus Bad Oeynhausen mit Hochdruck an den Bau des neuen Kompostwerks. Die Schweizer Firma Hitachi Zosen steuert die Vergärungseinheit bei. Hier ist bereits das Skelett des imposanten Fermenters zu erkennen.

 

Bislang wird in der alten Anlage in Anröchte Kompost aus Bioabfall sowie Grün- und Strauchschnitt in der so genannten „offenen Kompostierung“ hergestellt. Nach Fertigstellung wird die Anlage im „geschlossenen System“ arbeiten. In der „Vergärungseinheit“, dem Fermenter, wird zunächst aus Bioabfall Energie gewonnen, die ausreicht, um den gesamten Energiebedarf der Anlage zu decken. Anschließend wird in Kompostierungstunneln der wertvolle Bördekompost produziert.

„Wir bauen in Anröchte eine zukunftsträchtige Anlage auf dem neuesten Stand der Technik, die auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Denn das neue Kompostwerk wird absolut energieautark arbeiten“, blickt Schrewe verantwortungsvoll in die Zukunft. 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr werden künftig durch Vergärung der Bioabfälle gewonnen. Zusätzlich werden auch die Dachflächen der Anlage mittels Photovoltaik zur Stromproduktion genutzt. Damit kommen noch mal bis zu 750 000 Kilowattstunden pro Jahr hinzu. Das reicht aus, um die gesamte Anlage mit Energie versorgen zu können. Darüber hinaus wird auch noch Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

 

Der ESG ist Transparenz schon immer sehr wichtig. Pünktlich zur Grundsteinlegung wurde eine Aussichtsplattform direkt am Gelände eröffnet, von der aus interessierte Bürger jederzeit den Fortgang der Baumaßnahmen beobachten können. Auf großen Hinweistafeln sind die einzelnen Einheiten und Verfahrensschritte des neuen Kompostwerkes detailliert und leicht verständlich beschrieben.

Die Fertigstellung des zukunftsweisenden neuen Kompostwerkes der ESG ist für Mitte 2020 geplant. Und das ESG-Team um Jürgen Schrewe wird alles daran setzen, diesen Termin auch einzuhalten.

 

 

Zahlen zum neuen Kompostwerk in Anröchte:

 

1997 im Mai wurde die bisherige Anlage in Betrieb genommen und arbeitet demnach jetzt schon 22 Jahre.

 

20.000 Tonnen Bördekompost pro Jahr werden ab 2020 im neuen Kompostwerk in Anröchte produziert. Um diese Menge zu erreichen, sind jährlich 30.000 Tonnen Bioabfall und bis zu 15.000 Tonnen Grün- und Strauchschnitt notwendig.

 

18 Monate Bauzeit inklusive der Tiefbauarbeiten und Infrastrukturmaßnahmen sind bis zur Fertigstellung im nächsten Jahr angesetzt. Danach soll die Inbetriebnahme erfolgen.

 

20 Millionen Euro investiert die ESG in das zukunftsweisende Kompostwerk, das auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, weil es energieautark arbeitet wird.

 

30.000 Tonnen der kreisweit insgesamt 38.000 Tonnen anfallenden Bioabfall werden künftig im modernisierten Kompostwerk Anröchte verarbeitet. Die Kompostierungsanlage Werl übernimmt den Rest und wird auch weiter Grün- und Strauchschnitt annehmen. Auch die Kompostierungsanlage in Soest bleibt bestehen, wird sich aber künftig auf die Kompostierung von Grün- und Strauchschnitt konzentrieren.

 

3.500.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr werden künftig durch die Vergärung der Bioabfälle produziert. Dazu kommen noch mal bis zu 750.000 Kilowattstunden pro Jahr durch Nutzung der Dachflächen mittels Photovoltaik.

 

 

Über die ESG:

Die Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) entsorgt seit 1993 den Abfall des Kreises Soest –gemeinsam mit kommunalen und privaten Gesellschaftern, mit 14 Städten und Gemeinden und engagierten Geschäftspartnern. Dabei achtet die ESG auf hohe Umweltstandards und auf ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis. Eine wichtige Säule der Abfallwirtschaft ist die separate Sammlung und Behandlung von Bioabfällen. Neben Kapazitäten in Müllverbrennungsanlagen für die Restabfälle betreibt die ESG eigene Boden- und Bauschuttdeponien zur Gewährleistung der Entsorgungssicherheit.


(24. Mai 2019)